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Angst unser Wegweiser

Was heißt es Angst zu haben?

Zunächst gibt es natürlich die begründete Angst (Der Tiger läuft hinter mir). Diese Angst ist wichtig, sie schützt uns - von ihr soll hier aber nicht die Rede sein. Wir wollen mit der unbegründete Angst beschäftigen, die sich aus unserer Lebensgeschichte entwickelt hat und sich aber leider sehr begründet anfühlt. 

In einer Partnerschaft haben beiden Partner Ängste, die sich meist gegenseitig verstärken. Die wichtige Seelenarbeit für uns Co-Créateurs ist an dieser Stelle die beiden Angstvarianten unterscheiden zu lernen; das zu erkennen, was sich dahinter verbirgt, inbesondere welche Aufgabe das Leben uns gerade stellt.

"Da wo die Angst ist beginnt der Weg".

Unter der Bedingung von großer Angst blockieren die Stresshormone unser Denken. Alles ist auf Flucht, Kampf oder Erstarrung programmiert. Unser Verstand soll die Sicherheit unseres Körper maximal garantieren und so sucht er die Probleme und Fehler. Wir denken entsprechend negativ. Das wiederum hat zur Folge, dass wir noch mehr Angst entwickeln und die andere Seite der Welt nicht mehr wahrnehmen und fühlen können. So bleiben uns die korrigierenden Erfahrungen, die eine Veränderung initiieren könnten, verschlossen. Wenn wir uns jetzt vorstellen, dass in einer Partnerschaft zwei Menschen mit Ängsten auf einander treffen, können wir ahnen wie viele Blockaden und Konfliktpotential es geben kann. Der Dialog der entsteht ist negativ geprägt.

Co-Créateur sein bedeutet an dieser Stelle, sich seiner eigenen Ängste bewusst zu werden über die versuchsweise Annahme, dass sie unbegründet sein könnten. Dies schafft die Möglichkeit, die Hintergründe und die Challenge für die eigene Entwicklung zu verstehen, um sich dann in das Feuer der Angst zu stellen. Wichtig ist hier jetzt dem anderen den selben Prozess zuzugestehen, ihn zu unterstützen und durch diese Veränderung zu begleiten. Aus Kampf oder Flucht wird dann Tanz. Da entsteht eine große Chance für das Paar.